Wasserdicht auch unter hohen Temperaturen

Wasserdicht auch unter hohen Temperaturen

Wasserdicht: Die Auskleidung eines Atommüll-Zwischenlagers muss zuverlässig funktionieren und das für lange Zeit.

Die Gemeinschaftskernkraftwerk Neckar GmbH betreibt am Standort Neckarwestheim zwei Kernkraftwerksblöcke. Die abgebrannten Brennelemente werden unterirdisch im ehemaligen Steinbruch nass gelagert und später ins Endlager verfrachtet. Als Zwischenlager wurden zwei Tunnelröhren mit Spritzbeton ausgekleidet und erhielten darauf eine wasserdichte Auskleidung auf einer Schutzlage aus Geotextil mit einem Flächengewicht von 1000 g/qm. Dieses schützt die nachfolgend eingebaute Kunststoffdichtungsbahn, eine 2 mm starke PVC-Bahn, der 80 Grad Betriebstemperatur nichts anhaben können. Damit die Abdichtung ohne Hohlräume wie eine Haut an Kavernenwand und -decke anliegt, wird sie über sogenannte Rondellen punktuell am Untergrund befestigt. Dazu werden Rondellen und Folie mit Heißluft in einem speziellen Verfahren absolut formschlüssig miteinander verbunden. Anschließend werden die überlappenden Kunststoffbahnen miteinander verschweißt. Ausschließlich speziell geschulte Bahnenschweißer nach DVS-Richtlinie 2225 (Deutscher Verband für Schweißtechnik) dürfen das Abdichtungsverfahren und auch die zugehörigen Dichtigkeits-Prüfungen durchführen. Nach erfolgreicher Qualitätsprüfung erfolgte der Einbau einer Schutzlage aus selbstklebender Folie. Diese Kaschierlage wird ganz besonders sorgfältig vollflächig mit der PVC-Abdichtung verklebt. Um eventuelle Beschädigungen am Abdichtungssystem leicht erkennen zu können ist sie mit einer lösbaren Signalschicht versehen. Der Tunnelrohbau wurde anschließend noch mit einer bewehrten Innenschale aus Beton versehen.