Snowdome Bispingen

Bauphysikalische Besonderheiten

Snowdome Bispingen: Durch eine besondere Befestigungsart liegt die Bahnennaht in der spannungsarmen Achse.

Bauphysikalische Besonderheiten

Das rund 17.500 Quadratmeter große Flachdach des Snowdome in Bispingen (siehe auch DDH 3/2007, Seite 12) ist nicht nur mit einer Höhe von 45 Metern sondern auch als stützenfrei konstruierte Halle, deren Stahlskelett über seitlich angeordnete Pfeiler und Stahlseile in die Dachfläche abgespannt ist, bemerkenswert. Aufgrund der anspruchsvollen bauphysikalischen Gegebenheiten lag besonderes Augenmerk auf der Dampfsperre. Diese wurde mit beidseitigem Klebeband komplett luftdicht angeschlossen. Auf der zweischichtig versetzt verlegten Dämmung aus Steinwolle wurde eine PIB-Abdichtungsbahn (Polyisobuthylen) im Klettsystem verlegt. Bei dieser perforationsfreien Befestigungsmethode liegt die Bahnennaht in der spannungsarmen Achse. Dadurch musste sie nicht neben der Dichtfunktion gleichzeitig auch noch die Funktion der Windlastableitung übernehmen. Die Fügung der Bahnen untereinander erfolgte über den integrierten Dichtrand. Dabei gehen die Bahnen eine innige Verbindung artgleicher Stoffe ein.

Neben der fachgerechten Ausführung der Flächenabdichtung waren vor allem die Anschlüsse an die Attika und die Bekleidung der Halteanker der Spannseile von großer Bedeutung. Gemäß Flachdachrichtlinie wurde die Flächenabdichtung unmittelbar an der Attika mechanisch fixiert. Eine von der Attika auf die Fläche verlegte Bahn bildet den Anschluss zwischen Dachrand und wasserführender Ebene.