Heeresversuchsanstalt Peenemünde

Heeresversuchsanstalt Peenemünde - Mit Zusatznutzen

Historisch-technisches Infocenter Peenemünde: Die Kunststoffbahnen mit integrierten Photovoltaik-Modulen auf dem Dach des Sozialgebäudes (unten links) bieten eine sichere Abdichtung plus Energiegewinn.

Mit Zusatznutzen

Die Heeresversuchsanstalt Peenemünde war zwischen 1936 und 1945 eines der modernsten Technologiezentren der Welt. Im Oktober 1942 gelang von hier aus der weltweit erste Start einer Rakete ins All. Im Kraftwerk des größten technischen Denkmals Mecklenburg-Vorpommerns ist heute das Historisch-technische Informationszentrum Peenemünde sowie eine internationale Begegnungs- und Kulturstätte untergebracht. Die stark sanierungsbedürftigen Dachflächen des Gebäudekomplexes wurden in mehreren Bauabschnitten saniert. Die Flachdächer wurden mit einer weißen EVA-Kunststoff-Dachbahn (Ethylen-Vinylacetat-Terpolymer) abgedichtet.

Das Dach des Sozialgebäudes erhielt eine dachintegrierte Solaranlage mit 142 Dachbahnen mit werksseitig vollflächig auflaminierten Solarmodulen und einer Leistung von rund 37 Kilkowatt-peak (kWp). Die Dachfläche selbst bot mit Ihrer Ausrichtung, ihrer unverschatteten Fläche sowie ihrer vorhandenen Dachneigung gute Bedingungen für die Nutzung von Solarenergie. Der zu erwartende Jahresertrag beträgt 30.341 Kilowattstunden (kWh), das entspricht einer CO2-Minderung um 26.790 Kilogramm pro Jahr.